Psychotherapie während Corona: 75.000 mehr Patienten, 50 % der Therapeuten fallen bald aus, Tsunami kommt noch

Februar 16th, 2021

Das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk (DPNW) führte vom 15.12.2020 bis 06.02.2021 eine Umfrage zu Mehrbelastungen von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in der Corona-Pandemie durch.

An der Online-Umfrage nahmen 527 Behandlerinnen und Behandler im Bereich Psychotherapie und Psychiatrie teil. Wichtigste Erkenntnis, die Nachfrage nach professioneller Hilfe hat deutlich zugenommen. Im Durchschnitt kamen pro Woche 2,5 neue Patientinnen und Patientinnen in jede Praxis. Hochgerechnet auf 30.000 Behandlerinnen und Behandler in Deutschland entspricht dies 75.000 zusätzlichen Patienten pro Woche.

Dieser deutliche Anstieg bleibt nicht ohne Folgen. Mehr als die Hälfte aller Befragten fühlen sich sehr belastet oder schlimmer. 28,7 Prozent der Behandlerinnen und Behandler antworteten „fühle mich sehr belastet“, 17,6 Prozent fühlten sich „so belastet, dass ich an meine Grenzen stoße“ und 8,3 Prozent „so belastet, dass ich bereits körperliche bzw. psychische Symptome bekommen habe“. Im Gegenzug fühlen sich 40 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer „etwas mehr belastet“ und 4,9 Prozent „nicht weniger und nicht mehr belastet als vorher“.

Zusätzlich zu der empfundenen Belastung wurde nach Krankheitssymptomen gefragt. Am häufigsten genannt: Überlastungsreaktionen (5,3%), Schlafstörungen (3,6%) und somatoformen Störungen (2,5%).

Der Vorsitzende des deutschen Psychotherapeuten Netzwerks (DPNW) Dieter Adler zeigt sich besorgt: „Wir sehen mit großer Sorge den Anstieg der Patientenzahlen und die damit einhergehenden Belastungen unseren Kolleginnen und Kollegen. Wir müssen uns jetzt für Ihre Entlastung einsetzen, damit wir und unsere Patienten die Pandemie nicht nur physisch, sondern auch psychisch unbeschadet überstehen können.“

Was sich Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zu Ihrer Entlastung wünschen, geht aus Freitextantworten der Umfrage hervor: Die häufigste Antwort (79 Nennungen) war das Verlangen nach weniger Bürokratie. Außerdem wünschte sich ein Großteil der Befragten, dass Telefon- und Videotherapien genauso wie Präsenz-Therapiestunde abgerechnet werden können und schneller genehmigt werden (36 Nennungen). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind zudem davon überzeugt, dass weitere Kassensitze und mehr zugelassene Kolleginnen und Kollegen wesentlich zur Entlastung beitragen würden (32 Nennungen).

Viele hadern mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen und dem Druck sich an die Telematik-Infrastruktur anschließen lassen zu müssen (24 Nennungen). Hierbei entstehe zusätzlicher Stress durch mannigfaltige neue Aufgaben und Auflagen, der Anschaffung neuer Technik und der Angst vor Honorar-Sanktionen bei Nichtanschluss.

Die meisten Behandlerinnen und Behandler gaben an, dass es helfen könnte, vorübergehend das Gutachterverfahren auszusetzen (165 Nennungen). Außerdem fanden es viele hilfreich, Erstattungstherapien vorübergehend ohne besondere Prüfung zuzulassen (152 Nennungen) sowie Therapiefortsetzungen für Ausbildungskandidaten (PIA) nach der Approbation zu gestatten (152 Nennungen).

115 Personen gaben an, dass eigene Vermittlungsstellen mit freien Therapiekapazitäten helfen würden, die nicht unter Aufsicht der Kassenärztlichen Vereinigungen und Kammern stehen.
102 Befragte plädieren für eine Vereinfachung des Gutachterverfahrens und für mehr Therapiekontingente für Ausbildungskandidaten (97 Nennungen).

Tsunami kommt erst noch
Fast 60 Prozent der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (302 Antworten) bejahten die Frage „Glauben Sie, dass nach der Corona-Pandemie eine „Welle“ mit psychischen Erkrankungen auf unsere Praxen zukommen wird?“ Lediglich 58 verneinten dies, 128 waren unentschlossen.
Nach Ansicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollte nun vermehrt die Diskussion geführt werden, wie Mehrbelastungen im psychiatrischen und psychotherapeutischen Bereich genau aussehen und wie diese gemindert werden können.

Dieter Adler meint dazu: „Wir brauchen nun die richtigen Weichenstellungen, um unsere Kolleginnen und Kollegen zu stützen. Wir müssen die Bedürfnisse von Psychiatern und Psychotherapeuten in den Fokus rücken, damit diese nicht ausfallen. Ohne deutliche Entlastungen können wir gute psychotherapeutische Behandlungen abschreiben. Dann rollt auf uns eine Tsunami-Welle an psychischen Erkrankungen zu, der wir nicht mehr Herr werden.“

Über den Verband
Das „Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk – Kollegennetzwerk Psychotherapie“ (DPNW) wurde am 02.05.2019 in Bonn gegründet. Es hat 1.600 Mitglieder und 12.000 Abonnenten seines Freitags-Newsletters. Damit ist der DPNW drittgrößter Berufsverband im Bereich Psychotherapie. Der Vorstand besteht aus: 1. Vorsitzender: Dipl.-Psych. Dieter Adler, 2. Vorsitzende: Dipl.-Psych. Claudia Reimer, Kassenwart: Dipl.-Psych. Robert Warzecha. Mehr unter: www.dpnw.de

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Corona-Pandemie: Landtag NRW sichert Arbeitsfähigkeit durch Einsatz von Hochleistungsluftreinigern

Februar 1st, 2021

Große Akzeptanz für Investition in technische Infektionsschutzlösungen

BildMit gezielten Investitionen in neueste technologische Infektionsschutz-Lösungen beweist der Landtag NRW seine Handlungskompetenz und Vorbildfunktion. Um das Ansteckungsrisiko für Politiker, Mitarbeiter und Besucher zu minimieren, wurden insgesamt 41 Hochleistungsluftreiniger installiert. Die Arbeitssicherheit im Landtag wird damit im Zuge der Corona-Pandemie weiter ausgebaut.

41 TAC V+ Hochleistungsluftreiniger der Firma Trotec sorgen im Landtag in Düsseldorf ab sofort für virenbefreite Luft. Positioniert wurden die Geräte in der Sicherheitsschleuse am Besuchereingang, an den Aufzügen wie auch in der Wandelhalle vor dem Plenarsaal. In der großen Eingangshalle stehen sieben der TAC V+ Luftfilter über die gesamte große Fläche verteilt. Auf der Zugangsebene zum Plenarsaal sind weitere sechs Geräte aufgestellt. Zudem wurden den einzelnen Fraktionen Luftreiniger zur Nutzung in Büros und Besprechungsräumen zur Verfügung gestellt. In den großen Sitzungssälen wird auf Luftfilter verzichtet, da dort ein ausreichend dimensionierten Luftaustausch besteht. Das neue Hygienekonzept bietet sich als Blaupause für Institutionen in anderen Bundesländern an.

Große Akzeptanz für Investition in technische Infektionsschutzlösungen

Bereits im Vorfeld hatten die Fraktionen von CDU und FDP die Förderung von TAC V+ Luftreinigern sowie die Innovationsklausel für die Corona-Schutzverordnung begrüßt. Unter anderem bezeichnete der CDU-Landtagsabgeordnete Oliver Kehrl die Innovationskraft von Trotec als beeindruckend, die mobilen Raumluftreiniger der TAC-Serie mit H14-HEPA-Filtern aufgrund der maximalen Luftreinigung inklusive Aerosol-Dekontamination als „sehr vielversprechend“.

Besondere Brisanz hat das Thema Infektionsrisiko im Düsseldorfer Landtag an Sitzungstagen: Rund 1.000 Personen aus allen NRW-Regionen und anderen Teilen Deutschlands konferieren dann vor Ort zusammen. Im Infektionsfall könnte sich damit ein Pandemiegeschehen in kürzester Zeit und von den Gesundheitsämtern kaum nachverfolgbar verbreiten.

Von Wissenschaftlern empfohlen, studienbelegt und leistungsverifiziert

Der Landtag folgt mit der Umsetzung des neuen Infektionsschutzkonzepts den Empfehlungen des Hygiene-Experten Prof. Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Uni Bonn. Wissenschaftlich belegt wird die Effektivität des Hochleistungsluftreinigers TAC V+ von Prof. Dr. Christian Kähler vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr in München. In seinen vielbeachteten Studien hat der Aerosolexperte nachgewiesen, dass Hochleistungsluftreiniger die Infektionsgefahr durch virenhaltige Aerosole nachhaltig senken.

Grundvoraussetzung dafür ist, dass deren Leistungsfähigkeit einen mindestens 6-fachen Raumluftwechsel pro Stunde ermöglicht. Ebenso maßgeblich ist laut Studie von Prof. Dr. Kähler, dass die Aerosolverdünnung und Abscheidung virentragender Partikel in möglichst kurzer Zeit erfolgt. Ebenso müssen Hochleistungsluftreiniger über HEPA-Filter der Klasse H14 (zertifiziert nach EN 1822) verfügen, um virenbelastete Aerosolen mit einer typischen Teilchengröße von 0,1 bis 0,2 mm in jeder Beziehung zuverlässig abzuscheiden.

Trotec TAC V+ kombiniert professionelle Filter- und Dekontaminationstechnologie

Referenzprodukt der wissenschaftlichen Studien von Prof. Dr. Christian Kähler war der Hochleistungsluftreiniger TAC V+ von Trotec. Der mobile Luftreiniger erzielt im Dauerbetrieb nicht nur die erforderliche Luftwechselfrequenz, sondern stellt mit seinem Luftvolumen von 1.800 qm weitere Leistungsreserven bereit. Angesichts der konkreten Ansteckungsgefahren mit dem SARS-CoV-2-Virus sowie den aktuell sequenzierten Mutationen geht der TAC V+ damit keine Kompromisse ein. Dazu zählt ebenfalls der ausschließliche Einsatz von HEPA-14-Filtern sowie weltweit einmalig eine automatische, kontaktfreie Filter-Dekontaminationstechnologie, die Viren nach dem Filtervorgang ohne jedes Wartungsrisiko dauerhaft beseitigt.

Quellen:
– Studie Dr. Christian J. Kähler zu mobilen Raumluftreinigern: https://www.unibw.de/lrt7/raumluftreiniger.pdf 
– Studie Prof. Dr. Christian J. Kähler zu Covid-19-Schulbetrieb: https://www.unibw.de/lrt7/schulbetrieb-waehrend-der-pandemie.pdf 

Alle Informationen zum Trotec TAC V+ Hochleistungsluftreiniger: https://de.trotec.com/produkte-services/maschinen-highperformance/luftreinigung/raumluftreiniger-tac-v/

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Herr Jochem Weingartz
Grebbener Straße 7
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email : jochem.weingartz@trotec.com

Bei der Trotec Unternehmensgruppe dreht sich alles um die optimale Luftkonditionierung sowie Luftreinigung in der Industrie, im Freizeitsektor und in der Baubranche. Die Luftreinigungssysteme für unterschiedlichste Anwendungen stehen zum Kaufen und zur günstigen Miete bereit. Als international agierendes Unternehmen in der mobilen und stationären Luftbehandlung bietet Trotec auch im Kampf gegen Pandemien das 25-jährige Know-how eines Marktführers mit innovativen technischen Lösungen. Ob Prävention durch Luftbefeuchtung, Dekontamination mit Ozon oder Heißluft, hygienische Schwebstoff-Viren-Luftfilterung oder die Detektion von temperaturauffälligen Personen: Trotec entwickelt nicht nur die professionellen Produkte, sondern auch die passende Messtechnik zur Bedarfsermittlung, Analyse und Erfolgskontrolle.

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Surfen auf Coronas Kurven – Humorvolle Lyrik

Januar 27th, 2021

Dr. Hermann Forschner stellt in „Surfen auf Coronas Kurven“ den ersten Band seiner Corona-Gedichte von Pan bis Demie vor.

BildAb März 2020 hat Corona Deutschland und weitere Teile der Welt fest im Griff. Das Leben vieler Menschen veränderte sich innerhalb von nur wenigen Tagen, was auch der Autor durch den vorzeitigen Abbruch seiner Italien-Reise und die Rückreise in ein verändertes Deutschland lernen musste. Der erste Lockdown zwingt die Menschen zum Rückzug. Genau in diesem Chaos beginnt der Autor Hermann Forschner damit, diese Zeit und die Menschen in einem täglichen Gedicht festzuhalten. Er beschreibt in den Gedichten ihre Zwänge, Widersprüche, die Sorgen und Ängste und die oft unfreiwillige Komik. Er veröffentlichte die Gedichte und Illustrationen zuerst auf Instagram. In diesem Band finden die Leser nun die Texte aus dem ersten Halbjahr seines „coronischen
Tagebuches“ (März bis August 2020), der zweite Teil soll bald folgen.

Die Gedichte in der Sammlung „Surfen auf Coronas Kurven“ von Dr. Hermann Forschner sind mit vielen witzigen, teils farbigen Zeichnungen vom Autor reich illustriert. Die fast 200 zumeist kurze Gedichte in diesem Band sind hintergründig, witzig, verblüffend und immer sprachlich delikat. Er hält es mit Joachim Ringelnatz, der sagte: „Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt“. Die Gedichte sind ein idealer Pausenfüller für Menschen, die gerne alles mit ein wenig Humor betrachten möchten und sich nach ein wenig Aufmunterung und Heiterkeit sehnen.

„Surfen auf Coronas Kurven“ von Dr. Hermann Forschner ist ab sofort im tredition Verlag oder alternativ unter der ISBN 978-3-347-21419-4 zu bestellen. Die tredition GmbH ist ein Hamburger Unternehmen, das Verlags- und Publikations-Dienstleistungen für Autoren, Verlage, Unternehmen und Self-Publishing-Dienstleister anbietet. tredition vertreibt für seine Kunden Bücher in allen gedruckten und digitalen Ausgabeformaten über alle Verkaufskanäle weltweit (stationärer Buchhandel, Online“Stores) mit Einsatz von professionellem Buch- und Leser-Marketing.

Alle weiteren Informationen zum Buch gibt es unter: https://tredition.de

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Die tredition GmbH für Verlags- und Publikations-Dienstleistungen zeichnet sich seit ihrer Gründung 2006 durch eine auf Innovationen basierenden Strategie aus. tredition kombiniert die Freiheiten des Self-Publishing, wie kreative Freiheit, individuelle Buchgestaltung nach Wunsch oder freie Verkaufspreisbestimmung, mit der Service- und Vermarktungsstärke eines Verlages. Mit der Veröffentlichung von Paperbacks, Hardcover und E-Books, flächendeckendem Vertrieb im internationalen Buchhandel, individueller Autorenbetreuung und einem einmaligen Marketingpaket stellt tredition die Weichen für den Bucherfolg und sorgt für umfassende Auffindbarkeit jedes Buches. Tredition vertreibt Bücher im gesamten Buchhandel national und international und setzt dafür auch eigene Außendienstmitarbeiter ein. Unter den führenden Self-Publishing-Dienstleistern ist tredition ein inhabergeführtes Familienunternehmen mit über 40.000 veröffentlichten Büchern.

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Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Edelmetallmarkt

August 26th, 2020

Covid-19 verursacht eine temporäre Krise, die in absehbarer Zeit enden wird. Auf die Edelmetallpreise hat sie dennoch konkrete Auswirkungen. Ein Blick auf die kurz- bis mittelfristigen Auswirkungen.

BildDie Krisengewinner
Stand 19. August 2020 lassen sich unter den Edelmetallen aktuell zwei große Gewinner der Corona-Krise ausmachen: Gold und Silber. Die Entwicklung allerdings sieht bei beiden Rohstoffen unterschiedlich aus. Ebenso wie die prognostizierte Kursentwicklung bei einer erneuten Verschärfung der Krise.

Gold: der sichere Hafen
Gold gilt in Krisenzeiten schon immer als sicherer Hafen. So wundert es nicht, dass Anleger sich auch in der Corona-Krise in Gold flüchten. Dass der Goldpreis nun mit mehr als 2.000 US-Dollar pro Feinunze auf einen historischen Höchststand geklettert ist, liegt nicht nur an der allgegenwärtigen Krisenstimmung, sondern auch an den üppigen Hilfspaketen, die Notenbanken rund um den Globus geschnürt haben. Das viele zusätzliche Geld befeuert bei vielen Anlegern die Sorge vor einer Inflation.
Solange die globale Wirtschaft durch die Corona-Krise von starken Unsicherheiten geprägt wird, spricht vieles dafür, dass der Goldkurs weiterhin auf insgesamt sehr hohem Niveau bleibt. Ob weiterhin ein Kursrekord den nächsten jagt, hängt dagegen stark von der Dynamik der Pandemie ab. Erneute Lockdowns, weitere milliarden- oder gar billionenschwere Hilfspakete könnten den Safe-Harbor-Effekt von Gold noch verstärken. Ganz zu schweigen von ersten Anzeichen einer sich tatsächlich beschleunigenden Inflation.

Silber: Comeback-Star und Wackelkandidat
Silber hat zu Beginn der weltweiten Pandemie massiv an Wert verloren. Das lag in erster Linie daran, dass Silber als Industriemetall wesentlich stärker von der industriellen Nachfrage abhängt als Gold. Vom Lockdown, der die Industrie in vielen Staaten teilweise oder vollkommen zum Erliegen brachte, war die Silberbranche entsprechend stark betroffen. Seitdem hat Silber jedoch eine sagenhafte Rally hingelegt und notiert aktuell weit über den Kursen der letzten fünf Jahre. Dieser vielversprechende Aufwärtstrend hat gleich mehrere Gründe:

– Weitreichende Lockdowns wurden nahezu überall wieder aufgehoben, sodass die Silber-Nachfrage durch die Industrie wieder entsprechend angezogen hat.
– Ähnlich wie Gold hat auch Silber eine Sicherer-Hafen-Funktion in Krisenzeiten.
– Da Silber als Industriemetall unersetzlich ist, ist ein Silberverbot auch bei Währungskrisen ungleich unwahrscheinlicher als ein Goldverbot (s. Artikel „Schreckgespenst Goldverbot: Fiktion oder wahrscheinliches Szenario?“ vom 19. August 2020).
– Je mehr Staaten ankündigen, den Wiederaufbau klimaneutral zu gestalten, desto stärker dürfte Silber als essenzieller Rohstoff für Elektroautos und Photovoltaik-Elemente profitieren.
– Der starke Goldkurs hält die Gold-Silber-Ratio hoch, was von vielen Anlegern als Kaufsignal für Silber verstanden wird.

Während der Goldpreis in der nächsten Zeit weitestgehend unabhängig von den konkreten Ausprägungen der Corona-Pandemie auf einem hohen Niveau bleiben dürfte, fällt die Prognose für Silber deutlich schwerer. Einerseits stützen die genannten Faktoren den Preis und legen eine Fortsetzung der Rally nahe. Andererseits ist der Silberpreis aber auch extrem anfällig für erneute Nachfragerückgänge. Kommt es im Zuge von zweiten oder gar dritten Wellen erneut zu einem Lockdown, dürfte auch der Silberkurs wieder heftig einbrechen. Erneutes Comeback bei Lockerungsmaßnahmen nicht ausgeschlossen.

Die Krisenverlierer
Ähnlich wie Silber haben auch Platin und Palladium bedingt durch den Einbruch der Industrie-Nachfrage zunächst massiv an Wert verloren. Anders als Silber konnten Platin und Palladium aber noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreichen.

Platin: Underdog mit Potenzial
Der Platinkurs bewegt sich – auch im historischen Vergleich – derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau. Da Platin ebenso wie Silber eine große Bedeutung für die Industrie hat, wurde der Kurs von dem schlagartigen Nachfrageeinbruch zu Beginn der globalen Pandemie im März stark getroffen. Erneute Lockdowns hätten vermutlich einen vergleichbaren Effekt. Unter den betrachteten Edelmetallen besitzt Platin langfristig aber ein erhebliches Rally-Potenzial – und das aus mehreren Gründen.

– Platin ist kein reines Industriemetall, sondern auch für Schmuckindustrie und Anleger interessant.
– Im Vergleich zu Gold und Silber ist Platin aktuell extrem günstig. Das könnte Investoren anziehen.
– Platin und Palladium können in etlichen Bereichen alternativ eingesetzt werden. Bei großen Preisdifferenzen könnte die Industrie auf das günstigere Platin ausweichen.
– Rund 70 Prozent des globalen Platinabbaus konzentrieren sich auf Südamerika, das derzeit vielerorts mit steigenden Corona-Fallzahlen zu kämpfen hat. Regionale Lockdowns könnten das Angebot erheblich verknappen und den Preis nach oben treiben (was jedoch eher kurzfristige Auswirkungen hätte).
– Jüngst hat die EU-Politik Wasserstoff als wesentlichen Teil einer grünen Klimastrategie für sich entdeckt. Da in der Wasserstoffproduktion Platin genutzt wird, könnte die Nachfrage bald erheblich steigen. Gerade, wenn die (s. Artikel „EU-Wasserstoffstrategie“ vom 29. Juli 2020) im Zuge des grünen Wiederaufbaus international Schule macht.

Die Chancen stehen also gut, dass Platin auf lange Sicht eine ähnliche Rally wie Silber hinlegt.

Palladium: schwieriger Stand
Der lange Aufwärtstrend von Palladium wurde durch die Corona-Krise jäh gestoppt. Zwar ähneln die industriellen Einsatzgebiete von Palladium denen von Platin. Allerdings wird Palladium nicht als Schmuck genutzt und spielt für Anleger im Gegensatz zu Platin als Krisenabsicherung kaum eine Rolle. Entsprechend bricht der Palladiumpreis in Krisenzeiten auch häufig stärker ein als der Platinpreis. Ob sich der Palladiumkurs in den nächsten Monaten und Jahren wieder erholen kann, ist daher an eine positive Pandemie-Entwicklung geknüpft. Ein Szenario, in dem Palladium von der Corona-Krise profitiert, ist – anders als bei Gold, Silber und Platin – momentan nicht wahrscheinlich.

Fazit: Mögliche Preisentwicklungen der Edelmetalle im Überblick
Welche Edelmetalle sich im Laufe der Corona-Krise als Gewinner und Verlierer herauskristallisieren, kann nicht abschließend gesagt werden. Dafür ist die Pandemie-Entwicklung zu dynamisch. Festhalten lässt sich aber Folgendes:

– Gold gilt in Krisenzeiten als der sichere Hafen schlechthin. Starke Kursverluste sind daher wenig wahrscheinlich. Eine Verschärfung der Krise könnte einen weiteren Kursaufschwung sogar begünstigen.
– Silber befindet sich aus gutem Grund im Aufwärtstrend. Der Preis dürfte jedoch sehr sensibel auf eine Verschärfung der Krise reagieren.
– Die Entwicklung des Platinpreises ist ebenfalls mit der Industrienachfrage und etwaigen zweiten Lockdowns verknüpft. Das Aufholpotenzial allerdings ist gigantisch.
– Palladium kann durch die Krise kaum gewinnen. Schwächt sich die Pandemie allmählich ab, könnte das Edelmetall wieder Vorkrisenniveau erreichen. Harte Preiseinbrüche bleiben aber möglich.

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GranValora ist ein auf Sachwerte wie Edelmetalle, Diamanten, Technologiemetalle und Seltene Erden spezialisiertes Unternehmen. Es bietet Anlegern die Möglichkeit, einfach und transparent in 15 unterschiedliche Sachwerte zu investieren. GranValora sieht sich als Partner, wenn es darum geht, das eigene Vermögen vor Kaufkraftverlust zu bewahren oder Zahlungsmittel für Krisenzeiten zu besitzen und damit selbst in negativen wirtschaftlichen Zeiten handlungsfähig zu bleiben.

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CONFIDUM Programm für Regionalbanken „WETTERFEST“: Gestärkt durch die Null-Zinsphase und CORONA-Turbulenzen

Juni 23rd, 2020

Die CORONA-Krise wirkt wie ein Brandbeschleuniger und als Angriff auf die traditionellen Geschäftsausrichtungen der Regionalbanken. CONFIDUM hat ein Programm zur sicheren Zukunftsgestaltung entwickelt

BildMit CORONA kam eine Herausforderung auf die Banken zu, welche in ihren gesamten Auswirkungen und den verursachten Kollateralschäden noch nicht absehbar ist. In den Banken wurde mit hohem Engagement, Achtsamkeit und Vitalität die Betriebsfähigkeit gesichert und in kürzester Zeit neue Erfahrungen mit Home-Office-Lösungen und diversesten digitalen Kommunikationsformen gemacht. Die Regionalbanken unterstützen in vorbildlicher Weise die heimische Wirtschaft – Respekt, aber reicht das?
Geschäftsklimaindex auf historisch niedrigem Niveau, extreme Befürchtungen zur Entwicklung der Kreditrisikokosten, Kursverwerfungen an den Kapitalmärkten, privater Konsum am Boden – Deutschland befindet sich in einer Rezession, deren Ende derzeit nicht absehbar ist. Das 0-Zinsniveau drückt die Nettozinsspanne Richtung 1%, Prognosen zu den Betriebsergebnissen nach Bewertung der nächsten Jahre laufen in Richtung Nulllinie. Die CORONA-Krise wirkt wie ein Brandbeschleuniger und als Angriff auf die traditionellen Geschäftsausrichtungen der Regionalbanken. Es braucht ein wirksames Programm zur Zukunftsgestaltung.
Nachdem nun der operative Betrieb den Krisenmodus verlässt, stellt sich die Frage nach den strategischen Auswirkungen der Corona-Krise – diese sind sehr vielfältig und hängen von unterschiedlichsten individuellen Situationen ab; jede Geschäftsleitung ist gut beraten, einen „Marschhalt“ (aus dem Schweizerischen: „Innehalten und den weiteren Weg evaluieren“) zu machen und die Bank wetterfest auszurichten.
Dazu hat CONFIDUM ein Vorgehen entwickelt, das kompakt, gezielt und pragmatisch mit Geschäftsleitung und Schlüssel-Führungskräften ein Programm zur sicheren Zukunftsgestaltung festlegt.

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Die CONFIDUM Financial Management Consultants AG ist ein auf den Finanzdienstleistungsbereich
spezialisiertes Beratungsunternehmen mit Schwerpunkt Strategie und Restrukturierung. Wir sind Partner des Top Managements in allen wichtigen Themen und Entscheidungen zu Neupositionierung, Adaption und Optimierung von Geschäftsmodell, Geschäftsstrategie, Unternehmensstruktur und
Geschäftsprozessgestaltung.

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